Sprache

Das Sprechen gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die wir Menschen im Laufe unseres Lebens erlernen. Sie ermöglicht es uns, mit anderen Menschen zu kommunizieren; sich auszutauschen, informieren, eigene Gefühle und Wünsche zu äußern.

 

Unsere Kommunikation kann auf verschieden Arten erfolgen, nicht nur durch das gesprochene Wort, sondern auch nonverbal durch Mimik und Gestik.

 

Der Grundstein für die sprachliche Entwicklung wird schon ganz früh gelegt. Ein vertrauensvolles Umfeld in der Familie und die ständige Auseinandersetzung mit dem Kind fördert seine sprachliche Entwicklung. In diesem ersten sozialen Umfeld lernt es seine Muttersprache zu beherrschen und zu benutzen.

 

In der Kindertagesstätte kommen andere Anforderungen hinzu. Die Sprache so einzusetzen, dass auch fremde Kinder und Erwachsene das Kind verstehen können, den Mut haben vor einer Gruppe zu sprechen. Das erfordert von den Kindern weitere Fähigkeiten, welche in der Einrichtung alltagsintegriert gefördert und unterstützt werden.

 

In unserer täglichen Arbeit werden Möglichkeiten geschaffen, um mit dem einzelnen Kind ins Gespräch zu kommen. Dazu nutzen wir die verschiedenen Alltagssituationen (z.B. beim Spielen, Mahlzeiten, Spaziergängen…), um die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes zu fördern:

 

  • den Wortschatz der Kinder vertiefen und erweitern

  • die Form der Sprache bewusst zu machen: Sätze, Wörter, Laute und Buchstaben ganzheitlich erleben

  • den Klang der Sprache unterscheiden können (Sprache von Kinder kennen lernen, die eine andere Muttersprache sprechen)

  • sich auch verbal mitteilen zu können (Mimik & Gestik/ Gebärden) - (Sprachverständnis/ zuhören können/ Anweisungen verstehen)

  • methodische Umsetzung (Mundmotorik schulen, durch Bewegungen, Rollenspiele, Bilderbuchbetrachtungen, Reime, Spiele, Lieder, Fingerspiele, Gedichte u. Geschichten).

 

Seit Oktober 2006 wird unsere Arbeit durch zusätzliche, vom Land finanzierte, Sprachförderkräfte verstärkt. Dies richtet sich an Kinder, welche noch Auffälligkeiten in der Sprache zeigen. Die Kinder werden in Kleingruppen individuell gefördert.

 

Zum anderen wird die Einrichtung von einer Logopädin besucht. Diese fördert die Kinder in Einzeltherapiestunden – in Bereichen wie gravierend fehlerhafte Aussprache, Fehlstellung der Mundmotorik, Lispeln, usw. Die Therapiestunden sind vom Kinderarzt mit einem Rezept zu verschreiben.

 

Zur Bündelung und Stärkung unserer sprachlichen Angebote nimmt unsere Einrichtung seit März 2016 bis Dezember 2019 an dem Bundesprogramm

 

„Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

 

des Bundesfamilienministeriums teil. Mit Hilfe dieses Programms wird unsere Arbeit durch eine zusätzliche Fachkraft im Bereich der sprachlichen Bildung unterstützt. Die Fachkraft hat die Aufgabe, das pädagogische Personal bei der Weiterentwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung zu unterstützen und das Konzept auszubauen.

 

Allen Kindern soll durch die erworbene Sprachkompetenz gleiche Bildungschancen von Anfang an ermöglicht werden.